Csíky-kert arborétum
Der größte dendrologische Park im Szeklerland · seit 1884

Csíky-Arboretum

Das Erbe eines Anwalts armenischer Herkunft, 20 Hektar — 185 Baum- und Straucharten aus aller Welt,
Sitz der Außenstelle der Babeș-Bolyai-Universität in Gheorgheni.

20 Hektar 185 Baum- und Straucharten 870–970 m Schutzgebiet (seit 1980)
1884 Gründung
1909 fertiggestellt nach 25 Jahren Arbeit
185 Baum- und Straucharten
GRATIS frei zugänglich

Ein Traum des 19. Jahrhunderts, von der Csorgó-Quelle bis zu den Mammutbäumen

Das Csíky-Arboretum ist der größte dendrologische Park und Arboretum im Szeklerland und liegt am nordöstlichen Rand von Gheorgheni auf einer Höhe von 870–970 Metern. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf die darunter liegende Stadt.

Der Park wurde 1884 vom Rechtsanwalt Dr. Csíky Dénes gegründet, der mehr als 185 außergewöhnliche Baum- und Straucharten aus aller Welt hier pflanzte. Die 25 Jahre dauernden Arbeiten wurden 1909 abgeschlossen. Heute befindet sich der Garten im Eigentum der Stadt und ist seit 1980 Schutzgebiet.

Das Arboretum beherbergt zugleich die Außenstelle der Babeș-Bolyai-Universität in Gheorgheni — hier sind die Studiengänge Tourismusgeographie und Ökotourismus der Geographischen Fakultät beheimatet, in lebendiger Verbindung mit dem Park und seinem Naturerbe.

A Csíky-kert Die alten Bäume und Wege des Csíky-Arboretums · lokale Quelle

Dr. Csíky Dénes — der Anwalt armenischer Herkunft, der einen Garten erträumte

Dr. Csíky Dénes wurde am 26. Juli 1843 in Gheorgheni in eine wohlhabende armenische Familie geboren. Er besuchte die Volksschule in Gheorgheni, danach das Collegium in Șumuleu-Ciuc und absolvierte später sein Jurastudium in Cluj.

Obwohl er als Anwalt tätig war, war er ein leidenschaftlicher Botaniker. „Er wurde ein begeisterter Anhänger der Bewegung, die sich die Veredelung der Obstbäume und ihre Heimischmachung im Giurgeu-Becken zum Ziel gesetzt hatte." Er wollte beweisen, dass auch im Giurgeu-Becken Obstbau möglich ist — und akklimatisierte zahlreiche nicht heimische Obstbäume im Garten.

1884 begann er mit der Anlage des Gartens auf einem Grundstück, das er aus seinem Erbe gekauft hatte. Auf der Marmortafel an der Filep-Quelle steht: „Diesen Ort hat Csíky Dénes in einen Garten verwandelt. 1884". 1922 verabschiedete er sich von seinem Garten und zog seinen Kindern nach Ungarn nach; 1929 starb er in Budapest an Krebs.

140 Jahre im Herzen der Stadt

1884

Gründung

Csíky Dénes kauft das Grundstück aus seinem Erbe im nordöstlichen Teil von Gheorgheni rund um die Filep-Quelle. Er errichtet eine Marmortafel zur Erinnerung an die Gründung und beginnt mit der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern.

1909

Der Garten ist vollendet

Nach 25 Jahren Arbeit ist der Garten fertig. Die Bäume wurden so gepflanzt, dass im Herbst und im Frühjahr die Kronen der Laubbäume das Monogramm von Csíky Dénes zeichneten — ein einzigartiges biologisches Kunstwerk.

1920er Jahre

Das Abitur König Michaels

In den 1920er Jahren legte König Michael I. von Rumänien hier sein Abitur ab — für ihn wurde im Garten eine symbolische multinationale Klasse eingerichtet.

1922

Csíky verlässt den Garten

Der Gründer zieht seinen Kindern nach Ungarn nach. Den 20 Hektar großen Garten schenkte er der Stadt — doch es dauerte lange, bis er tatsächlich in das Eigentum von Gheorgheni überging. In der Zwischenzeit wurde der Garten vernachlässigt und sein Zustand verschlechterte sich.

1980

Schutzgebiet

Im Mai wurde das Csíky-Arboretum zum Schutzgebiet erklärt. In den 1980er Jahren versuchte man, das Gelände zu kartieren und die Baum- und Straucharten zu erfassen — eine vollständige Inventarisierung kam jedoch nicht zustande.

1998

Amphitheater und Infolabor

Das Amphitheater und das Infolabor entstehen — Schauplatz kultureller und pädagogischer Veranstaltungen.

2000

Die einzigartige Karte des Gartens

Als an der Außenstelle noch der Studiengang Topographie und Kartographie bestand, fertigten die Studenten die einzigartige Karte des Csíky-Arboretums an — sie hängt bis heute am Gebäude.

2008

Instandsetzung durch die UBB

In Zusammenarbeit der UBB-Außenstelle mit zivilgesellschaftlichen Organisationen beginnt die Instandsetzung des Gartens. Abfallbehälter werden aufgestellt, Wege erneuert, die Quelle wird restauriert.

um 2010

Ankunft der Mammutbäume

Dozent Dr. István Dombay brachte die beiden charakteristischen Mammutbäume aus Deutschland, von der Blumeninsel Mainau, mit. Sie akklimatisierten sich 2 Jahre lang in Zetea unter der Obhut eines Försters, bevor sie an ihren heutigen Standort gelangten.

2021

Freiwilligen-Aktionstag

Eine Aktion von historischer Bedeutung: mehr als 200 begeisterte Freiwillige befreiten den Garten von umgestürzten Bäumen und Müll. Mähen, Streichen, Bäume pflanzen, Bänke reparieren, Treppen gießen — Gemeinschaftsarbeit für die Wiederbelebung des Gartens.

Die Schätze des Gartens

Mammutbäume

Die zwei charakteristischen Bäume des Gartens — Riesen von der Blumeninsel Mainau, die sich 2 Jahre lang in Zetea akklimatisierten. Die außergewöhnlichsten Pflanzen des Parks.

Nicht heimische Raritäten

Weißtanne, verschiedene Ahornarten, exotische Sträucher. Csíky Dénes wollte zeigen, dass auch im Giurgeu-Becken eine „mediterranere" Pflanzenwelt gedeihen kann.

Thematische Lehrpfade

Bildtafel-Pfade führen Kinder und Besucher durch thematische Abschnitte mit Eichhörnchen, Reh, Eule und Specht. Spielerische Entdeckung für die Kleinen.

Filep-Quelle und weitere Quellen

Die ursprünglichen Quellen des Parks fließen bis heute. Die Marmortafel an der Filep-Quelle erinnert an die Gründung von 1884.

Das Amphitheater

Die 1998 errichtete Freilichtbühne ist Schauplatz kultureller und pädagogischer Veranstaltungen. Zusammen mit dem Infolabor prägt sie das neue Gesicht des Parks.

Vogelhäuschen

Hier lebt die größte Vogelpopulation des Giurgeu-Beckens — dank des Wassers und der Bäume. Zur Beobachtung wurden mehrere Futterhäuschen aufgestellt.

Geschützte Raritäten im Garten

A kert élővilága Die Tier- und Pflanzenwelt des Gartens · lokale Quelle

Anfang der 2000er Jahre erfassten Studenten der Biologischen Fakultät der UBB während ihres Geländepraktikums die örtliche Flora und Fauna. Die Ergebnisse zeigen, dass der Garten nicht nur botanisch, sondern auch in der Tierwelt reich und besonders ist.

Im Garten leben vier seltene, geschützte Tierarten:

Gelbbauchunke (geschützter Lurch)
Schwarzspecht (größte Spechtart Europas)
Sperlingskauz (kleinste Eule Europas)
Zauneidechse (geschütztes Reptil)

Außenstelle der Babeș-Bolyai-Universität in Gheorgheni

Heute ist das Csíky-Arboretum auch Schauplatz universitärer Studiengänge — die Außenstelle der Babeș-Bolyai-Universität in Gheorgheni führt hier zwei Studiengänge der Geographischen Fakultät.

Bachelorstudium Tourismusgeographie

In ungarischer und rumänischer Sprache. Nach dem Abschluss können die Studierenden als Tourismusagenten, Reiseleiter, Tourismusmanager oder Forscher arbeiten. Über das pädagogische Modul lässt sich zusätzlich die Lehrbefähigung im Fach erwerben.

Masterstudium Ökotourismus und Nachhaltige Entwicklung

In ungarischer Sprache. Theoretische und praktische Ausbildung in Ökotourismus und nachhaltiger Entwicklung — das Csíky-Arboretum ist selbst ein lebendiger Lehrpfad für die Studierenden.

Bei ihrer Gründung arbeitete die Einrichtung zunächst als Hochschule mit dem Studiengang Topographie und Kartographie; seit 2005, im Bologna-System, bietet sie als Außenstelle eine vollwertige Universitätsausbildung. Die Universitätsbibliothek verfügt über fast 10.000 Bände und über eine erneuerte Infrastruktur.

Das Gebäude vom Beginn des 20. Jahrhunderts

Das heutige Hauptgebäude im Garten wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet; ursprünglich wurde hier unter der Aufsicht des Landesinstituts für Sozialfürsorge ein Sanatorium für lungenkranke Kinder eröffnet. Während des Kommunismus diente es als Präventorium, 1980 wurde die Einrichtung aufgelöst. Heute beherbergt es die Außenstelle der Babeș-Bolyai-Universität.

Neben dem Hauptgebäude steht das Studienhaus St. Benedikt, das 1993 von Erzbischof Dr. György Jakubinyi geweiht wurde, zu Ehren des heiligen Benedikt. Die Namenswahl ist kein Zufall: Das benediktinische Motto „Ora et labora!" ist auch Leitlinie der Arbeit des Studienhauses.

Das Studienhaus St. Benedikt dient den ideellen Zielen der Caritas-Landwirtschaftsabteilung: der Ausbildung junger siebenbürgischer Landwirte, die nach der Wende in eine Krise geraten waren. Bis heute beherbergt es Jugendprogramme, Lager, Konferenzen und geistliche Veranstaltungen.

A főépület Die Gebäude des Gartens · lokale Quelle

Nützliche Hinweise

Was kannst du sehen?

  • Mammutbäume (von der Insel Mainau)
  • Filep-Quelle und Marmortafel
  • Thematische Lehrpfade
  • Amphitheater (1998)
  • Vogelhäuschen, Quellen

Beste Zeit

  • Frühling–Sommer: volle Pracht
  • Herbst: buntes Laub
  • Ganzjährig zugänglich
  • Frühe Stunden: für Vogelbeobachtung

Erreichbarkeit

  • Lage: nordöstlicher Teil von Gheorgheni
  • Vom Stadtzentrum zu Fuß oder mit dem Auto
  • GPS: 46.7315° N, 25.6164° O
  • Eintritt: KOSTENLOS! ✨

Tipps

  • Frage die UBB-Dozenten — lebendiges Wissen!
  • Die Monogramm-Bäume sind beim Laubfall sichtbar
  • Nimm den Picknickkorb mit
  • Verwandtes Programm: UBB-Veranstaltungen
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