Sankt-Nikolaus-Kirche
Das älteste Baudenkmal der Stadt und ihr Namensgeber — eine barocke Pfarrkirche, errichtet mit Unterstützung von Kaiserin Maria Theresia,
deren Turm noch die Erinnerung an die gotische Kirche von 1498 bewahrt.
Das älteste Baudenkmal der Stadt
Die römisch-katholische Sankt-Nikolaus-Kirche von Gheorgheni ist das älteste Baudenkmal der Stadt und zugleich Namensgeberin der Siedlung. Das heutige barocke Bauwerk wurde Mitte des 18. Jahrhunderts mit Unterstützung von Kaiserin Maria Theresia auf dem Platz einer älteren gotischen Kirche errichtet.
Die Kirche ist ein Nationaldenkmal der Kategorie „A" von gesamtstaatlicher Bedeutung. Ihre heutige Gestalt ist barock, doch der Turm bewahrt auch romanische und gotische Elemente — eine einzigartige Verbindung dreier Bauepochen in einem einzigen Gebäude.
Eine Besonderheit der Kirche ist das auf 1498 datierte gotische Türgewände am Eingang des Turms — die unmittelbare Verbindung zur mittelalterlichen Vorgängerkirche, die noch heute zu bewundern ist.
Seitenansicht der barocken Kirche · lokale Quelle
700 Jahre im Herzen der Stadt
Anfänge
Die Pfarrgemeinde bestand bereits an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert, mit ihrem ursprünglichen Zentrum im Bereich der Burg Both — die heutige Stadt entwickelte sich um einen älteren Siedlungskern.
Die gotische Kirche
Damals entstand die zweite Kirche der Stadt — im für die Zeit typischen gotischen Stil. Ihr steinernes Türgewände blieb bis heute erhalten und ist heute am Eingang des barocken Turms zu sehen.
Erweiterung unter György Ferenczi
Unter Pfarrer György Ferenczi wurde die Kirche erweitert — die Bedürfnisse der wachsenden Gemeinde fanden in dem alten gotischen Bauwerk keinen Platz mehr.
Kirchhof
Die Kirche wurde um einen ummauerten Kirchhof ergänzt — ihre Umgebung wurde zu einem Begräbnisplatz erweitert. Eine Fortführung mittelalterlicher kirchlicher Praxis.
Barocker Umbau
Es entsteht das heutige barocke Bauwerk mit Unterstützung von Kaiserin Maria Theresia, nachdem sich die alte Kirche als zu klein erwiesen hatte und in Kriegen beschädigt worden war. Nach 17 Jahren Bauzeit erhält die Kirche ihre heutige Gestalt.
Der Hochaltar
Sieben Jahre nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Hochaltar fertiggestellt; sein zentrales Element ist die Statue des Kirchenpatrons, des heiligen Bischofs Nikolaus. Der Altar zählt zu den herausragenden Stücken der barocken Sakralkunst.
Die inneren Schätze der Kirche
Hochaltar
Im Jahr 1780 vollendet, mit der Statue des Kirchenpatrons, des heiligen Bischofs Nikolaus, als Mittelpunkt. Eines der schönsten Beispiele barocker Sakralkunst im Szeklerland.
Barocke Kanzel
Ein reich verziertes barockes Werk, dessen figürlicher Schmuck von den vier Kirchenvätern (heiliger Augustinus, heiliger Hieronymus, heiliger Ambrosius, heiliger Gregor der Große) und den Gestalten der Evangelisten beherrscht wird.
Seitenaltäre
Zwei bedeutende Seitenaltäre, geweiht dem heiligen Johannes von Nepomuk und dem heiligen Johannes dem Täufer. Beide sind im barocken Stil mit reichen Schnitzereien gehalten.
Steinmauer mit Schießscharten
Die Kirche ist von einer steinernen Mauer mit Schießscharten umgeben — Erinnerung an den mittelalterlichen Charakter einer Wehrkirche. Diese Verteidigungsmauern tragen die Spuren kriegerischer Zeiten.
Kreuzwegstationen
Innerhalb der Wehrmauer befinden sich die Kreuzwegstationen — der Kirchhof ist zugleich ein religiöses und ein künstlerisches Erlebnis, geeignet zum Spaziergang und zur Besinnung.
Gotisches Türgewände
Am Eingang des Turms befindet sich ein gotisches steinernes Türgewände aus dem Jahr 1498 — das einzige erhaltene Element der mittelalterlichen Vorgängerkirche, das in das Barockbauwerk übernommen wurde.
Die Kirche in Bildern
Bildquellen: lokale Quellen
Drei Bauepochen in einem einzigen Gebäude
Die Sankt-Nikolaus-Kirche trägt in einzigartiger Weise die Spuren dreier Bauepochen in einem einzigen Körper. Romanische Elemente im unteren Teil des Turms, das gotische Türgewände von 1498 am Turmeingang und die barocke Hauptfassade und Innenausstattung von 1756–1773 — gemeinsam zeugen sie von der mittelalterlichen, frühneuzeitlichen und barocken Entwicklung Gheorghenis. Wenige Kirchen bewahren die Kontinuität so greifbar.
Nützliche Hinweise
Erreichbarkeit
- Adresse: Márton-Áron-Straße 9–11
- Ort: Gheorgheni
- Kreis: Harghita
- GPS: 46.7223° N, 25.6034° O
Öffnungszeiten
- Die Kirche ist während der Gottesdienste geöffnet
- Sonntags regelmäßig Heilige Messen
- Die Außenansicht ist jederzeit zugänglich
- Pfarramt nach vorheriger Absprache
Was sehenswert ist
- Gotisches Türgewände von 1498 am Turm
- Barocker Hochaltar von 1780
- Barocke Kanzel (die 4 Kirchenväter)
- Kreuzwegstationen innerhalb der Wehrmauer
- Steinmauer mit Schießscharten
Tipp
- Kirchhof: mit modernem Spielplatz!
- Geöffnet: 9:00 – 19:00
- Fußgängerzone des Stadtzentrums
- In der Nähe der Armenischen Kirche