Hagymás-hegység
Kalkparadies der Ostkarpaten · Hășmaș-Gebirge

Hășmaș-Gebirge

Heimat des Roten Sees und der Bicaz-Schlucht, Quellgebiet von Olt und Mureș —
mit seinem 1792 m hohen Gipfel eines der schönsten Kalkgebirge Siebenbürgens, von dem Balázs Orbán schrieb: „weder die Schweiz noch Tirol können etwas Schöneres vorweisen".

1792 m Hășmașul Mare Quelle von Olt und Mureș Nationalpark Hășmaș (1990) Kreise Harghita & Neamț

Quelle: lokale Quellen

1792 m Gipfel Hășmașul Mare
1608 m Piatra Singuratică (einsamer Fels)
1504 m Schutzhütte (1932)
1990 Gründung des Nationalparks

Siebenbürgens „Schweiz und Tirol" in einem

Das Hășmaș-Gebirge (ungarisch Hagymás-hegység, historisch Bárány-havas) ist eines der schönsten Kalkgebirge der Ostkarpaten — gelegen an der Grenze der Kreise Harghita und Neamț. Seit 1990 ist das gesamte Gebirge Schutzgebiet des Nationalparks Cheile Bicazului–Hășmaș.

Das Gebirge besteht aus Felsformationen aus kristallinen Schiefern (Sedimentgestein). Sein Zentralmassiv gliedert sich um zwei ikonische Gipfel: Hășmașul Mare (1792 m), namensgebender und höchster Punkt, sowie Piatra Singuratică (1608 m), der einsam aufragende, „mythische" Felsklotz.

Es gliedert sich in zwei Hauptbereiche: das leicht über die Asphaltstraße erreichbare Gebiet um den Roten See und die Bicaz-Schlucht sowie die höher gelegene, subalpine Zone der Gipfel Piatra Singuratică und Hășmașul Mare. Hier steht auch der wertvollste Naturschatz des Gebirges, die EKE-Schutzhütte auf 1504 m, errichtet 1932.

Das Hășmaș-Gebirge Gipfelpanorama vom Hășmașul Mare · lokale Quelle

„Eine so schöne und strahlende Landschaft, dass weder die Schweiz noch Tirol etwas Schöneres vorweisen können."
— Balázs Orbán: Beschreibung des Szeklerlandes

Zwei Gipfel, zwei Charaktere

Hășmașul Mare · 1792 m

Der namensgebende und höchste Punkt des Gebirges. Auf dem Gipfel empfängt die von der Siebenbürgischen Karpathenvereins (EKE) aufgestellte Kreuz die Wanderer — der erste Wegweiser wurde 2009 angebracht.

Vom Gipfel bietet sich ein überwältigender Rundblick: nach Westen das Quellgebiet von Olt und Mureș, dahinter die Călimani-, Gurghiu- und Giurgeu-Gebirge; nach Nordosten, hinter dem Roten See und der Bicaz-Schlucht, das Bistrița-Gebirge.

Vom Gipfel führt ein Pfad hinab zum Plateau Poiana Albă (Weiße Wiese), der wichtigsten Almweide des Gebirges und traditioneller Hirtensiedlungsplatz.

Piatra Singuratică · 1608 m

Sein rumänischer Name „Piatra Singuratică" bedeutet „einsamer Fels". Der Name passt perfekt: Er besteht aus vier Felstürmen und bildet dennoch eine Einheit, die völlig unabhängig von allem Umgebenden ist, fast senkrecht zum Himmel emporragend.

Obwohl offiziell Teil des Hășmaș-Gebirges, lebt die Piatra Singuratică als eigenständiges Symbol in der Vorstellung der Wanderer. Auf ihrem Felsgipfel steht ein Kreuz, das von weit her sichtbar ist.

Für Kletterer geeignet; der spektakulärste Zugang führt vom ehemaligen Kupferbergbauzentrum Bălan herauf.

Kleinere Bergstöcke und Teilgebirge

Das Hășmaș-Gebirge nem egy egységes tömb, hanem több kisebb hegytömbökből és masszívumból áll. Mindegyiknek saját karaktere és turisztikai vonzereje van.

Suhardul-Berge

Suhardul Mic (1344 m) und Suhardul Mare ragen über dem Roten See auf. Hier befindet sich der berühmte Klettersteig Suhardul Mic — die Vorzeigeattraktion der „Outdoor-Hauptstadt Siebenbürgens".

Licaș- und Ucigașu-Berge

Die Berge rund um die Bicaz-Schlucht: Licaș-Gipfel, Piatra Altarului (1154 m), Făgetul Ciucului (1264 m), Piatra Mariei (1125 m). Allesamt ein Paradies für Kletterer.

Hășmașul Negru (Schwarzer Hășmaș)

Neben dem Hășmașul Mare das zweitwichtigste Massiv des Gebirges. Seine bewaldeten Bergrücken sind die Heimat der ruhigen südlichen Wanderwege.

Piatra Roșie und Poiana Albă (Weiße Wiese)

Ein Kalkplateau am Nordhang des Hășmașul Mare, übersät mit Dolinen (Schlucklöchern). Ein klassisches Karstphänomen und das geologische Juwel des Gebirges.

Hăghimașu-Negru- und Jidanu-Berge

Kleinere Bergstöcke im südlichen Teil des Gebirges. Ruhigere, weniger begangene Gebiete — lohnenswert für jene, die der Menge entfliehen wollen.

Lapoșul- und Surduc-Berge

Die Täler der Nebenbäche der Bicaz-Schlucht. Der Lapoșul-Bach bildet am Fuße der Piatra Altarului einen 25 m hohen dreistufigen Wasserfall. Eine wilde, atemberaubende Schluchtenwelt.

Schätze des Nationalparks Hășmaș

Die Schutzhütte und die Piatra Singuratică Die EKE-Schutzhütte unterhalb der Piatra Singuratică · lokale Quelle

Im Gebiet des Nationalparks Cheile Bicazului–Hășmaș (seit 1990 in Betrieb) leben eine außergewöhnliche Pflanzen- und Tierwelt, geprägt durch die einzigartigen Kalkbiotope.

Geschützte Tiere: Gämse, Luchs, Braunbär und Wolf, die auch andernorts in den Karpaten vorkommen, sowie das seltene Auerhuhn, das hier heimisch ist.

Geschützte Pflanzen: das Edelweiß (Symbol des Parks), der Frauenschuh, Enzian, Trollblume. Im Tal des Bicaz-Bachs, der das Gebiet durchquert, wächst zudem der Bicaz-Tragant — eine endemische Pflanze, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommt.

Die Hänge sind von weiten Nadelwäldern bedeckt, durchsetzt mit Lichtungen, Almweiden und Heuwiesen. Die steilen Kalkwände tragen eine spärliche, aber abwechslungsreiche Vegetation.

Wanderung auf den Gipfel des Hășmașul Mare

Die klassische Route beginnt in Bălan und führt durch das Tal des Pârâul Frumos zum Gipfel. Mit durchschnittlicher Kondition zu bewältigen, wobei die oberen Abschnitte steil sind.

840 m

Start in Bălan

Die Wanderung beginnt in Bălan — dem einstigen größten Kupferbergbauzentrum. Im Tal des Pârâul Frumos geht es in gemächlichem Tempo voran, vorbei an kühlen Quellen, üppigen Weiden und himmelhohen Tannenwäldern.

1504 m

EKE-Schutzhütte

Die Schutzhütte im Schatten der Piatra Singuratică, 1932 vom Siebenbürgischen Karpathenverein errichtet. Hier befinden sich das Informationsbüro und die Basis der Bergrettung. Gehzeit bis hierher: durchschnittlich 2,5–3 Stunden.

1608 m

Gipfel der Piatra Singuratică

Der Felsgipfel des „einsamen Felsens" nahe der Hütte. 1608 m hoch, mit einem Kreuz gekrönt, bietet er einen atemberaubenden Blick sowohl auf die Bicaz-Schlucht als auch zum Hășmașul Mare.

1792 m

Gipfel Hășmașul Mare

Der höchste Punkt des Gebirges. Hier steht das EKE-Kreuz, und es öffnet sich der weiteste Rundblick über das gesamte Gebirge. Von hier sieht man das Plateau Poiana Albă sowie die Călimani-, Gurghiu- und Giurgeu-Gebirge.

Hier entspringen Olt und Mureș

Das Hășmaș-Gebirge a Kárpát-medence egyik legfontosabb vízválasztója: két nagy folyó forrását is itt találjuk, és a hegység lényegében ennek a vízválasztónak a magaslata.

Quelle des Olt

Der Olt entspringt am Südwesthang des Hășmaș-Gebirges. Von dort beginnt seine lange Reise durch das Karpatenbecken, bis er in Rumänien in die Donau mündet. Sein Quellgebiet ist vom Gipfel des Hășmașul Mare deutlich zu erkennen.

Quelle des Mureș

Der Mureș entspringt am Westhang des Gebirges in der Nähe des Fekete-Rez-Gipfels. Von dort fließt er nach Westen durch Toplița, Târgu Mureș und Arad bis zur Theiß in Ungarn.

Das Gebirge in Bildern

Bildquellen: lokale Quellen

Bevor du aufbrichst

Was du sehen kannst

  • Gipfel Hășmașul Mare (1792 m)
  • Piatra Singuratică, der „einsame Fels" (1608 m)
  • EKE-Schutzhütte (seit 1932)
  • Almweide Poiana Albă
  • Geschützte Tier- und Pflanzenarten

Beste Reisezeit

  • Juni–September: am sichersten
  • Winterwanderung nur mit Ausrüstung
  • Frühling: nach der Schneeschmelze nass
  • Herbst: prachtvolle Farben, frische Luft
  • Stets auf Gewitter vorbereitet sein!

Anfahrt

  • Aus Bălan: die klassische Route
  • Vom Roten See: in westlicher Richtung
  • Aus Miercurea Ciuc: ca. 60 km bis Bălan
  • Aus Gheorgheni: 40 km
  • GPS: ~46.673° N, 25.82° O

Wanderausrüstung

  • Feste Bergschuhe (Pflicht!)
  • Regenjacke, warme Schicht (wechselhaftes Wetter)
  • Karte, GPS, Handy-Ladegerät
  • Mind. 2 Liter Wasser, Energieriegel
  • Notfallreserve: Erste-Hilfe-Set, Decke

Wusstest du?

01

Das Hășmaș-Gebirge régi magyar neve „Bárány-havas", mert az évszázados pásztorhagyomány szerint a hegység legelőit főleg juhokkal és bárányokkal hasznosították. A pásztorszállások ma is működnek a Fehér-mező fennsíkján.

02

Der Hășmașul Mare besteht aus kristallinen Schiefern — einem Sedimentgestein der mittleren, sogenannten kristallin-mesozoischen Zone der Karpaten. Er gehört zur mittleren der drei großen geologischen Einheiten der Karpaten.

03

Die EKE-Schutzhütte wurde 1932 vom Siebenbürgischen Karpathenverein errichtet und ist seit über 90 Jahren in Betrieb. Hier befindet sich auch die Basis der Bergrettung, die Leben unter den Wanderern der Umgebung rettet.

04

Auf dem Kalkplateau Piatra Roșie–Poiana Albă lässt sich ein klassisches Karstphänomen beobachten: eine Vielzahl von Dolinen (Schlucklöchern). Diese natürlichen Senken entstanden über Hunderttausende von Jahren durch die Auflösung des Kalksteins.

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