Borsec
Die „Königin der Mineralwasser" — auf 882 Metern Höhe, eingebettet zwischen Călimani- und Giurgeu-Gebirge. 22 Mineralquellen, über 220 Jahre Bäderkultur und die Goldmedaille von Kaiser Franz Joseph aus dem Jahr 1873 — Borsecer Wasser gilt bis heute als bestes kohlensäurehaltiges Mineralwasser der Welt.
Borsec (ungarisch Borszék) liegt im Nordosten des Kreises Harghita auf 882 Metern Höhe in einem wildromantischen, kühlen Tal nahe der Grenze zu Moldau. Der Ort wird vom Călimani-Gebirge, dem Giurgeu-Gebirge und dem Bilbor-Becken umschlossen. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1700, obwohl die Quellen bereits früher bekannt waren — Fürst Sigismund Báthory ließ das Wasser bereits in den 1590er Jahren in Eichenfässern an seinen Hof in Karlsburg bringen, um seine Gicht zu behandeln.
Berühmt ist die Stadt vor allem für ihr Mineralwasser, das als „Königin der siebenbürgischen Mineralwasser" bekannt ist. Kaiser Franz Joseph zeichnete das Borsecer Wasser 1873 bei der Wiener Weltausstellung mit der Goldmedaille aus; 2004 gewann es beim Berkeley-Springs-Wettbewerb in den USA den Titel „bestes kohlensäurehaltiges Mineralwasser der Welt" unter 100 Wassern. Das seit 1806 abgefüllte Borsecer Wasser steht bis heute auf den Tischen Europas, der USA, Australiens und der Arabischen Emirate. Die Ende des 19. Jahrhunderts zugezogenen deutschen, tschechischen und polnischen Glasbläser (die „Zipser") besiedelten Niederborsec, während die „bestrumpften" Szekler Oberborsec bewohnten.
Praktische Hinweise
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Mineralwasser und Heilquellen
Die Seele von Borsec — die Geschichte der 22 Mineralquellen, ihre Heilwirkungen und die sagenumwobenen Brunnen der Hétvezér-Promenade. Das Mineralwasser-Museum erzählt die 220-jährige Geschichte der Abfüllung, der Hauptbrunnen und das Ó-Sáros-Bad bewahren bis heute das Bädererbe.
Wellness und Bäderkultur
Moderne und klassische Bade-Erlebnisse an einem Ort — die familienfreundlichen Salzwasserbecken des Feengartens und die Wellness-Angebote des Fontana Spa & Balneo. Ruhe, Bewegung und Heilung in der Stadt der Mineralquellen, wo die elegante Bäderkultur des 19. Jahrhunderts auf den Komfort des 21. Jahrhunderts trifft.
Naturschätze
Das Karstsystem der Bärenhöhle birgt prähistorische Höhlenbären-Fossilien, das botanische Reservat Hármasliget beherbergt die seltene Zwergbirke, und der Nationalpark Călimani-Gebirge bedeckt 15 % der Fläche des Kreises Harghita.
Wandern und Ausflüge
Rund um Borsec erwarten Naturfreunde 15 markierte Wanderwege — von der leichten Sieben-Quellen-Promenade über den mittelschweren Creangă-Pass bis hin zum historischen Pierre-Curie-Quell- und Bagolyvár-Aufstieg. Eingebettet zwischen Giurgeu- und Călimani-Gebirge findet jeder das passende Bergerlebnis: Familienspaziergänge, Kammwanderungen und Radtouren. Markierungen mit blauem Kreuz, rotem Streifen und rotem Dreieck bieten zuverlässige Orientierung.
Geschichte
Borsec wurde erstmals 1700 schriftlich erwähnt, obwohl Fürst Sigismund Báthory die Quellen bereits in den 1590er Jahren kannte. Mit der 1806 begonnenen Abfüllung wurde der Ort weltbekannt — Kaiser Franz Joseph verlieh ihm 1873 auf der Wiener Weltausstellung die Goldmedaille und nannte ihn die „Königin der Mineralwasser". Bis 1896 gehörte er zu Ditrău; in dieser Zeit prägten die „bestrumpften" Szekler und die „behosten" Zipser Glasbläser gemeinsam das markante kulturelle Profil der Stadt.
Umliegende Dörfer und Ausflugsziele
Rund um Borsec, eingebettet zwischen Giurgeu- und Călimani-Gebirge, warten malerische Bergdörfer und Naturschätze. Entdecke die Sehenswürdigkeiten der Umgebung auf der Karte!
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