Gheorgheni
Die Outdoor-Hauptstadt Siebenbürgens am östlichen Rand des Giurgeu-Beckens — eine seit 1332 urkundlich belegte Geschichte, ein reiches armenisch-szeklerisches Kulturerbe und das Tor zu den schönsten Naturwundern der Ostkarpaten, dem Lacul Roșu (Roter See) und der Bicazklamm.
Gheorgheni ist die drittgrößte Stadt des Kreises Harghita und das ehemalige Zentrum des Giurgeu-Stuhls — gelegen auf dem Schwemmkegel des Belcina-Baches am östlichen Rand des Giurgeu-Beckens. Die Stadt wird bereits 1332 urkundlich erwähnt und erhielt 1607 das Marktrecht. Ende des 17. Jahrhunderts ließ sich hier eine bedeutende armenische Gemeinde aus der Moldau nieder, die jahrhundertelang die Schlüsselfiguren des Handels- und Kulturlebens der Stadt waren.
Die Stadt ist das Tor zu den schönsten Naturwundern der Ostkarpaten: der wildromantische Lacul Roșu und die dramatische Bicazklamm liegen 29 bzw. 35 km entfernt. Die Initiative „Outdoor-Hauptstadt Siebenbürgens" hat zum Ziel, die Region — die Felsgrate des Hășmaș-Gebirges, die Wanderwege des Giurgeu-Gebirges und der Klettersteig am Suhardul Mic — zu einem der führenden aktiven Tourismuszentren Europas zu machen. Hinzu kommen die barocke armenisch-katholische Kirche, die volkskundliche Sammlung des Tarisznyás-Márton-Museums und einer der schönsten gestalteten Hauptplätze Siebenbürgens.
Praktische Hinweise
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Naturwunder
Gheorgheni ist das Tor zu den schönsten Naturzielen der Ostkarpaten. Der wildromantische Lacul Roșu, 1837 durch einen Erdrutsch entstanden, liegt 29 km von der Stadt entfernt. Die dramatischen Felswände der Bicaz-Klamm erheben sich 200 Meter hoch, und die Felsgrate des Hășmaș-Gebirges sowie die Wanderwege des Giurgeu-Gebirges bieten unvergleichliche Erlebnisse.
Aktivtourismus
Gheorgheni ist das Zentrum der Initiative „Outdoor-Hauptstadt Siebenbürgens". Die Șugău-Höhle bei Valea Strâmbă gehört zu den bedeutendsten Tropfsteinhöhlen der Ostkarpaten — ein vierstöckiges Gangsystem von 1021 Metern Länge. Sommer wie Winter erwarten Ski- und Snowboardpisten, Wanderwege, Radtouren und Höhlenausflüge alle, die aktive Erholung suchen.
Kultur und Erbe
Das Tarisznyás-Márton-Museum, untergebracht im Vertán-Haus aus dem Jahr 1770, bewahrt eine der reichsten volkskünstlerischen Sammlungen des Szeklerlandes. Das 16 Hektar große Csíky-Arboretum wurde zwischen 1884 und 1910 vom Anwalt Csíky Dénes angelegt. In Lăzarea, 6 km von der Stadt entfernt, erhebt sich eines der bedeutendsten Renaissance-Schlösser Siebenbürgens, das Lázár-Schloss — Erziehungsort von Gabriel Bethlen.
Kirchen und religiöses Erbe
Neben der Sankt-Nikolaus-Kirche — die der Stadt ihren Namen gab — wird das kulturelle Erbe von den religiösen Denkmälern der armenischen Gemeinde des 17. Jahrhunderts getragen. Die barocke armenisch-katholische Kirche (1730–1734) ist von einer Festungsmauer mit Schießscharten und zwei gedrungenen Türmen umgeben. Nördlich der Stadt erhebt sich auf dem 1087 m hohen Cioboteni-Berg die Sankt-Anna-Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, später barockisiert — einer der schönsten Ausflugs- und Wallfahrtsorte der Umgebung.
Geschichte
Gheorgheni wird seit 1332 schriftlich erwähnt, doch bronzezeitliche Funde belegen eine Besiedlung der Gegend schon vor 3000 Jahren. Nach dem großen Szekleraufstand von 1562 wurde der Großteil der Einwohner zu Leibeigenen der Grafen Lázár. 1607 erhielt die Stadt das Marktrecht, 1637 ließ sich eine bedeutende armenische Gemeinde aus der Moldau hier nieder — über Jahrhunderte der Motor des Handels- und Kulturlebens der Stadt.
Umliegende Dörfer und Ausflugsziele
Rund um Gheorgheni bewahren die szeklerischen Dörfer des Giurgeu-Beckens die traditionelle ländliche Lebensweise. Entdecke die Sehenswürdigkeiten der Umgebung auf der Karte!
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