Holzkirche und Sankt-Elias-Kloster
Ein Meisterwerk der moldauischen Volksarchitektur im Kloster von Toplița —
Holzkirche von 1847 und Gründung des Patriarchen Miron Cristea aus dem Jahr 1928
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Seelische Ruhe am Fuße der Berge
Das Kloster des Propheten Elias in Toplița liegt am Fuße der Călimani-Berge — zugleich ein architektonisches, historisches und spirituelles Kleinod. Das eindrucksvollste und wertvollste Gebäude der Anlage ist die denkmalgeschützte Holzkirche, die 1847 im nahegelegenen Stânceni errichtet und 1910 an ihren heutigen Standort versetzt wurde.
Die Holzkirche ist ein Meisterwerk der moldauischen Volksarchitektur: Sie wurde 1847 vom Priester Gheorghe Ujica und seinen Söhnen Ioan und Ștefan errichtet und bewahrt bis heute die im selben Jahr entstandenen Originalfresken — gemalt vom Meister Gligorie aus Târgul Pietrei in Piatra-Neamț.
Die zweite Gründung des Klosters ist mit dem Namen des Patriarchen Miron Cristea verbunden, der 1928 die Klostergemeinschaft ins Leben rief. Cristea (1868–1939), in Toplița geboren, wurde zum ersten rumänisch-orthodoxen Patriarchen und war von 1938 bis 1939 zudem Ministerpräsident Rumäniens.
Der geschnitzte vorhallenartige Eingang der Holzkirche · virtualisszekelyfold.ro
Das Meisterwerk der moldauischen Meister
Die Holzkirche zählt zu den schönsten erhaltenen Beispielen moldauischer Volkskirchen-Architektur des 19. Jahrhunderts in Siebenbürgen. Jedes Detail — der vorhallenartige Eingang, die hölzernen Bögen, die geschnitzten Säulen — bewahrt die traditionellen Lösungen moldauischer Meister.
Geschnitzte Eingangsvorhalle
An der Südseite der Kirche befindet sich ein vorhallenartiger Eingang, geschmückt mit Bögen auf geschnitzten Säulen. Darüber erhebt sich ein kleiner Turm — eine typisch moldauische Lösung.
Fünfeckiger Altarraum
Die Altarwände bilden ein Fünfeck, überspannt von einem achteckigen Gewölbe. Das Gewölbe des Kirchenschiffs ist halbzylindrisch, in Ost-West-Richtung gestreckt und ruht auf einem achteckigen Sockel.
Fresken von 1847
An den Gewölben sind bis heute die originalen Wandmalereien von 1847 zu sehen, geschaffen vom Meister Gligorie aus Târgul Pietrei in Piatra-Neamț. Die Malereien sind einzigartige Zeugnisse der moldauischen Sakralkunst.
Die Geschichte der Holzkirche und des Klosters
Die Geschichte der Holzkirche ist mit zwei Orten verbunden: der ursprünglichen Gemeinde Stânceni, wo sie 1847 errichtet wurde, und dem Kloster in Toplița, wohin sie 1910 versetzt wurde.
Die Holzkirche wurde vom Priester Gheorghe Ujica und seinen Söhnen Ioan und Ștefan in Stânceni (ungarisch: Gödemesterháza) errichtet. Die Fresken stammen aus demselben Jahr und sind ein Werk des Meisters Gligorie aus Târgul Pietrei.
Die Gemeinde Stânceni ließ eine Steinkirche errichten, da die hölzerne zu klein geworden war. Die alte Holzkirche wurde daraufhin nach Toplița versetzt — der Beginn der Geschichte des dortigen Klosters.
Das Kloster wurde von Patriarch Miron Cristea, einem gebürtigen Topliționer, gegründet. Die 1928 errichtete Residenz des Abtes steht bis heute. Anfangs stand das Kloster unter der unmittelbaren Jurisdiktion des Rumänischen Patriarchats.
Es gab zwei große Restaurierungs- und Bauphasen: 1975–1976 und 1985–1990. In dieser Zeit wurde das Kloster um neue Gebäude erweitert, während der ursprüngliche Zustand der Holzkirche erhalten blieb.
Miron Cristea (1868–1939)
Der Klostergründer Elie (Mönchsname Miron) Cristea wurde in Toplița in eine Bauernfamilie geboren und gelangte im Laufe seines Lebens in die beiden höchsten Ämter Rumäniens: Patriarch und Ministerpräsident.
Er wurde am 20. Juli 1868 in Toplița als Sohn von Gheorghe und Domnița Cristea geboren. Sein Geburtsname war Elie Cristea. Als begabter junger Mann schlug er die orthodoxe Kirchenlaufbahn ein — zunächst wurde er Bischof im damals ungarisch beherrschten Siebenbürgen, 1919 dann der erste Metropolit der orthodoxen Kirche des vereinigten Rumäniens.
Im Jahr 1925 wurde er zum ersten Patriarchen Rumäniens, als die Kirche in den Rang eines Patriarchats erhoben wurde. Von Februar 1938 bis März 1939 — bis zu seinem Tod — war er Ministerpräsident Rumäniens unter der königlichen Diktatur König Karls II. Er starb am 6. März 1939 in Cannes.
Das Kloster in Bildern
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Bevor du aufbrichst
Was kannst du sehen?
- Holzkirche von 1847 (HR-Denkmal)
- Originale Fresken aus dem 19. Jahrhundert
- Geschnitzte Eingangsvorhalle
- Residenz des Abtes (1928)
- Panorama der Călimani-Berge
Nützliche Hinweise
- Adresse: Toplița, am Fuße der Călimani-Berge
- Diözese: Orthodoxe Diözese Covasna-Harghita
- Fest des heiligen Elias: 20. Juli
- Eintritt: frei, Spenden willkommen
- Bitte um Ruhe und Respekt
Anfahrt
- Vom Zentrum von Toplița: 5–10 Minuten mit dem Auto
- Von Miercurea Ciuc: DN12 (92 km)
- Von Borsec: DN15 (24 km)
- Zu Fuß vom Stadtrand erreichbar
- GPS: ~46.929° N, 25.353° O
Wissenswertes
- Aktives orthodoxes Kloster — gelebtes Klosterleben
- In der Kirche ist Stille zu wahren
- Fotografieren im Inneren nur mit Erlaubnis
- Angemessene Kleidung empfohlen (Schultern und Knie bedeckt)
- Während des Gottesdienstes wird ein Besuch nicht empfohlen
Wusstest du?
Die Holzkirche wurde nicht hier, sondern 63 Kilometer entfernt in Stânceni errichtet — im Jahr 1847. Von dort wurde sie 1910 nach Toplița versetzt — die Übersiedlung eines ganzen Holzgebäudes war eine wissenschaftliche und architektonische Meisterleistung jener Zeit.
Der Klostergründer, Patriarch Miron Cristea, wurde hier in Toplița geboren. Er war der erste rumänisch-orthodoxe Patriarch und zugleich Ministerpräsident des Landes — eine der einflussreichsten rumänischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.
Im Inneren der Kirche sind 178 Jahre alte Fresken zu sehen — das Werk des Meisters Gligorie aus Târgul Pietrei in Piatra-Neamț. Diese Fresken sind außergewöhnlich seltene Zeugnisse moldauischer Sakralmalerei, die bis heute in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben sind.
Der Denkmalcode der Kirche lautet HR-II-m-A-12989. Unter den Denkmälern des Kreises Harghita ist sie von herausragender Bedeutung und in die Kategorie A eingestuft — zugleich ein wichtiges Stück des orthodoxen Erbes Rumäniens.
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