Nationalpark Călimani-Gebirge
Die größte vulkanische Gebirgskette der Karpaten · IUCN-Kategorie II

Nationalpark Călimani-Gebirge

24.041 Hektar unberührte vulkanische Wildnis im Herzen Siebenbürgens —
die höchsten vulkanischen Gipfel der Karpaten, ein 10 km breiter urzeitlicher Krater und Lebensraum der Großraubtiere

24.041 ha Schutzgebiet 2100 m Pietrosul Călimanilor 10 km Vulkankrater 3 Kreise, 4 Reservate

Quelle: Parcul Național Călimani

24 041 ha Gesamtfläche
2100 m Pietrosul Călimanilor
1990 Gründungsjahr
3 betroffene Kreise

Das höchste Vulkangebirge der Karpaten

Der Nationalpark Călimani-Gebirge (rumänisch: Parcul Național Călimani) ist eines der wertvollsten Naturschutzgebiete Rumäniens — er liegt im Herzen der größten vulkanischen Gebirgskette der Karpaten.

Der Park erstreckt sich über 24.041 Hektar und liegt auf dem Gebiet dreier Kreise (Mureș, Harghita und Suceava). Der in die IUCN-Kategorie II eingestufte Nationalpark wurde 1990 gegründet — sein Ziel ist der Schutz vulkanischer geologischer Formationen, unberührter Wälder sowie einer der reichsten Flora und Fauna der Karpaten.

Mehrere Gipfel des Gebirges überragen 2000 Meter Seehöhe: Hier befindet sich Pietrosul Călimanilor (2100 m) — der höchste vulkanische Gipfel der gesamten Karpatenkette — sowie der Negoiul Unguresc (2081 m), der Vârful Izvorul Călimanului (2032 m) und der Rețițișul (2021 m).

Gipfel des Călimani-Gebirges Die vulkanischen Gipfel des Călimani-Gebirges · calimani.ro

Vier besondere Reservate innerhalb des Parks

Der Nationalpark Călimani-Gebirge ist keine einheitliche Schutzzone — auf seinem Gebiet befinden sich mehrere besondere Reservate unterschiedlicher IUCN-Einstufung, von denen jedes einen anderen Naturwert schützt: geologisch, botanisch oder als Lebensraum.

Gedenkpark Zwölf Apostel

IUCN III. — Eine Andesit-Felsgruppe auf 1760 m Höhe mit anthropomorphen Felsformationen, die durch selektive Erosion ihre besondere Gestalt erhielten.

Zirbelkiefer-Reservat

IUCN I. — Das Wissenschaftliche Reservat Jnepeniș cu Pinus cembra schützt den uralten Bestand der Zirbelkiefer (Pinus cembra) und der Latsche (Pinus mugo).

Iezer-See (Bánffy-Bergsee)

IUCN IV. — Ein 322 Hektar großes geologisches und Habitat-Reservat mit einem dreieckigen Bergsee auf 1750 m Höhe in seiner Mitte — das Juwel des Gebirges.

Der urzeitliche Vulkankrater mit 10 km Durchmesser

Im Herzen des Gebirges erstreckt sich ein riesiger Vulkankrater von 10 Kilometern Durchmesser — eine der größten derartigen Formationen der Karpaten. Der Kraterring wird von den höchsten Gipfeln des Parks umschlossen, im Inneren befinden sich sekundäre Vulkanschlote.

Der Kraterrand
Die höchsten vulkanischen Gipfel der Karpaten

Den Kraterrand bilden Pietrosul Călimanilor (2100 m), Negoiul Unguresc (2081 m), Vârful Izvorul Călimanului (2032 m), Rețițișul (2021 m), Vârful Bistricior (2013 m) und Pietricelul (1993 m). Im Norden durchschneidet der Bach Neagra Șarului den Kraterrand.

Das Kraterinnere
Sekundäre Schlote und Schwefelbergwerk

Im Inneren des Kraters befinden sich mehrere sekundäre Vulkanschlote. Der wichtigste ist der Negoiul Românesc (1889 m), an dem bis 1997 Tagebau-Schwefelbergbau betrieben wurde — bis heute eines der schmerzlichsten Umwelterbe des Parks: Der Gipfel wurde gelblich-rötlich abgehobelt und das seltene Höhlensystem zerstört.

Der Nationalpark in Bildern

Bildquellen: calimani.ro · visitharghita.com · greenharghita.ro · Salvamont Harghita

Botanische Schätze und Großraubtiere

Der Nationalpark bietet sowohl den seltenen Pflanzenarten der Bergwälder als auch allen charakteristischen Großtierarten der Karpaten Zuflucht — vom Braunbären über den Wolf bis zum Luchs.

Pflanzenwelt
Reliktarten und endemische Pflanzen

Zu den Raritäten der Flora zählen das Graue Greiskraut (Senecio incanus), die Karpaten-Lerchensporn-Verwandte (Tozzia alpina subsp. carpathica), die Strandgrasnelke (Armeria maritima) sowie die teppichartigen Bestände der Siebenbürgischen Alpenrose (Rhododendron kotschyi).

Tierwelt
Die gesamte Großwildfauna der Karpaten

Der Park beherbergt Braunbär, Wolf, Luchs und europäisches Reh sowie den Rothirsch. In den höheren Regionen sind auch der Steinadler und der Kolkrabe zu beobachten — der Grund für die UNESCO-Biosphären-Einstufung.

Bevor du aufbrichst

Erlaubte Aktivitäten

  • Wanderungen auf den markierten Wegen
  • Mountainbiken (auf ausgewiesenen Wegen)
  • Naturfotografie, Vogelbeobachtung
  • Zelten nur auf ausgewiesenen Plätzen
  • Skifahren (Weißer Berg, nahe Toplița)

Verbotene Aktivitäten

  • Entzünden von Lagerfeuern im Park
  • Stören von Pflanzen, Gesteinen und Tieren
  • Lärm, laute Musik
  • Drohneneinsatz ohne Genehmigung
  • Das Verlassen der Wanderwege ist gefährlich und verboten

Anreise

  • Von Toplița: über die Ausfahrt Richtung Borsec
  • Von Borsec: auf der DN15 in Richtung Toplița
  • Aus dem Kreis Suceava: über Gura Haitii oder Vatra Dornei
  • Innere Wege: nur mit 4×4 oder zu Fuß
  • GPS: 47.127° N, 25.168° O

Bärensicherheit

  • Aktiver Lebensraum des Braunbären
  • Wandern nur in der Gruppe und bei Tageslicht
  • Mache dich bemerkbar (Sprechen, Musik)
  • Lebensmittel luftdicht verschließen
  • Salvamont-Notruf: 0725 826 668

Verantwortungsvoller Besuch im Schutzgebiet

Der Nationalpark Călimani-Gebirge ist eine der unberührtesten vulkanischen Landschaften Europas — deshalb liegt es auch in unserer Verantwortung, ihn nicht nur zu entdecken, sondern für die kommenden Generationen zu bewahren. Hochgebirgs-Ökosysteme sind sehr empfindlich: Ein zertretener Rhododendron-Fleck kann Jahrzehnte zur Regeneration brauchen.

Nimm mit, was du gebracht hast, bleibe auf den markierten Wegen und beachte die Parkregeln. Pflücke keine Pflanzen, störe das Wild nicht — hinterlasse Erinnerungen nur in deiner Kamera. Vielen Dank!

Wussten Sie?

01

Pietrosul Călimanilor (2100 m) ist der höchste vulkanische Gipfel der gesamten Karpatenkette. Der benachbarte Negoiul Unguresc (2081 m) wurde 1940 anlässlich der Rückkehr Nordsiebenbürgens nach dem ungarischen Ministerpräsidenten Pál Teleki benannt — daher der ungarische Name.

02

Das Gebirge besteht aus insgesamt 12 Calderas (erloschenen Vulkankratern) — die größte davon ist der Pietrosul Călimanilor umschließende Hauptkrater, 10 km breit und 16 km lang, eine der gewaltigsten Vulkanformationen der Karpaten.

03

Die berühmte Maria-Theresia-Straße1762 als Grenzwächterweg zwischen Ungarn und der Moldau errichtet — durchquert die Hochgebirgsregion des Parks und kann heute als mit rotem Punkt markierter Wanderweg begangen werden.

04

Die Mineralwasserquellen am Fuß des Parks — Toplița, Borsec, Bilbor — sind direkte Hinterlassenschaften des postvulkanischen Geschehens und bilden eine der reichsten Mineralwasserregionen der Karpaten.

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