Die Mineralwässer von Miercurea Ciuc
Geschenke der vulkanischen Nachaktivität — kohlensäurehaltige Mineralwässer (Borviz) und Mofetten mit jahrhundertealter Heiltradition an den drei Badeorten der Stadt
Am Rande von Miercurea Ciuc treten als Folge der erdgeschichtlichen vulkanischen Nachaktivität kohlensäurehaltige Mineralwässer (Borviz) und Mofetten (Kohlendioxidausströmungen) zutage. Diese natürlichen Heilquellen dienen seit Jahrhunderten der Gesundheit der Bewohner der Region — schon Fürst Apafi und die Rákóczis nutzten sie.
Die drei wichtigsten Mineralwasservorkommen der Stadt befinden sich in Șumuleu Ciuc (Schomlenberg), in den Bädern von Miercurea (ehemals Katharinenbad) sowie in Bad Jigodin. Alle drei sind seit dem Mittelalter beliebte Badeorte; in Jigodin und in Bad Harghita empfangen die Gäste zusätzlich Mofetten. Die heilende Wirkung der Mineralwässer ist besonders bei rheumatischen, gelenklichen, kreislaufbezogenen und respiratorischen Beschwerden spürbar.
Die drei Badeorte von Miercurea Ciuc
Bad Jigodin — kohlensäurehaltiges Mineralwasser und Mofette
Ein so altes wie Borsec bekanntes Volksbad an der südlichen Ausfahrt von Miercurea Ciuc, am rechten Ufer der Olt. Sein Mineralwasser wurde erstmals 1853 von Benkő Károly erwähnt. In der Gemarkung von Jigodin finden sich zahlreiche kalte und lauwarme Quellen: Faluvégi, Bodenloser See, Kőlik, König-Stephan-Quelle, Anna-Quelle, Lujza-Quelle.
Das kohlensäurehaltige, eisenhaltige Mineralwasser wird bei rheumatischen, kreislaufbezogenen und nervlichen Beschwerden empfohlen. Neben dem 1950 errichteten Warmbad mit 17 Wannen stehen auch eine Mofette, ein Salzraum und ein Thermalbecken zur Verfügung.
Mehr über Bad Jigodin
Bäder von Miercurea — die Badestätte der Fürsten
Das von den Einheimischen als Bäder von Miercurea bezeichnete, einstige Katharinenbad entstand um die lauwarmen Quellen, die am rechten Ufer der Olt zutage treten. Es war schon zur Zeit der Fürsten bekannt — sowohl Fürst Apafi als auch die Rákóczis nutzten es.
Der seit dem Mittelalter beliebte Badeort ist noch heute in Betrieb und bildet eine wichtige Säule des Gesundheitstourismus von Miercurea Ciuc. Das Wasser der lauwarmen Quellen wird besonders bei rheumatischen und gelenklichen Beschwerden empfohlen.
Bad Harghita — Heilkurort im Hochgebirge
Das 19 km von der Stadt entfernt, auf 1350 m Höhe gelegene Bad Harghita gehört verwaltungstechnisch zu Miercurea Ciuc — die höchstgelegene Ortschaft des Kreises Harghita. Der klimatische Kurort ist seit 1968 Teil der Stadt.
Seine Mineralquellen sind: Csipike, Vallató, Piricske, Szemvíz, Lobogó. Vallató und Lobogó dienen zugleich als Badebecken. Die Mofette mit ihren Gasausströmungen wird bei chronischen Gelenkentzündungen, Bluthochdruck, Gefäßverengung und venösen Durchblutungsstörungen empfohlen — sie ist von Mai bis November in Betrieb.
Die Mineralwässer von Schomlenberg und Cioboteni
Im Gebiet von Schomlenberg und dem benachbarten Cioboteni befinden sich zahlreiche Mineralquellen. Die bekannteste ist die Schomlenberger Quelle (Großer Borviz, Lobogó oder Marienquelle), die seit Jahrhunderten von den zur Wallfahrtsstätte ziehenden Pilgern genutzt wird.
Diese Quellen bilden keinen eigenen Badeort, sind aber beliebte Mineralwasserbrunnen der Bewohner und Besucher. Ihr Wasser ist kohlensäurehaltig und eisenhaltig — auch zum Trinken geeignet.
Bei welchen Beschwerden empfohlen?
Beschwerden des Bewegungsapparats
Rheumatische Erkrankungen, Gelenkentzündungen, Knorpelverschleiß, Bandscheibenleiden — die Verbindung von Mineralwasser und Mofette ist seit Jahrhunderten bewährt.
Kreislaufbeschwerden
Bluthochdruck, Gefäßverengung, venöse Durchblutungsstörungen — besonders die Kohlendioxiddämpfe der Mofette unterstützen den Blutkreislauf.
Atemwegs- und Hautprobleme
Die reine Höhenluft und das Mineralwasser lindern gemeinsam wirksam Atemwegsbeschwerden und chronische Hautentzündungen.
Die wichtigsten Quellen der Region
Quellen von Bad Harghita
1350 m · 19 km entferntDie Quellen Csipike, Vallató, Piricske, Szemvíz, Lobogó. Vallató und Lobogó dienen zugleich als Badebecken. Das Wasser der Vallató-Quelle behält Sommer wie Winter 6–7 °C — daher ihr Name (ungarisch für „die Prüferin"). Die Mofette ist von Mai bis November in Betrieb.
Quellen von Jigodin
Rechtes Ufer der OltZahlreiche kalte und lauwarme Quellen: Faluvégi I–II, Bodenloser See, Kőlik, König-Stephan-Quelle, Anna-Quelle, Lujza-Quelle, Rózsafürdő, Szentvér. Die ergiebigen Quellen speisen die Beckens des Strandbades und das Warmbad.
Mineralwässer von Schomlenberg
Umgebung der WallfahrtsstätteDie Schomlenberger Quelle (Großer Borviz / Lobogó / Marienquelle) ist der beliebte Brunnen der Wallfahrer. Auch in Cioboteni gibt es mehrere Quellen. Ihr Wasser ist kohlensäurehaltig und eisenhaltig — auch zum Trinken geeignet.
„An dem Ort, der Blutkapelle oder Heiligenblut genannt wird, befindet sich eine sehr stark riechende, steinige und eisenhaltige Quelle von etwa 14 Grad und reichem Fluss — vor der Entdeckung des berühmten Borsec kamen sehr viele hierher."
— Benkő Károly, 1853Entdecken Sie die Heilbäder von Miercurea Ciuc!
Die Mineralquellen und Mofetten der Region stehen jedem Alter offen — zur Erholung, Heilung und Vorbeugung gleichermaßen.